Wichtiges zum Testament

Das Wichtigste zum Erben und Vererben

Wer welchen Anteil am Erbe erhält, ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Dort werden die Erben in eine Rangfolge unterteilt: Die Erben erster Ordnung sind die Kinder und Kindeskinder des Verstorbenen. Auch nicht-eheliche Kinder zählen zur ersten Ordnung. Der Ehepartner erhält Sonderrechte. Zu den Erben zweiter Ordnung gehören die Eltern, Geschwister, Neffen und Nichten des Verstorbenen. Großeltern, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen zählen zu den Erben dritter Ordnung.

Das Wichtigste zum Testament

Die Erbfolge im BGB regelt lediglich die Rangfolge unter den blutsverwandten Angehörigen. Stief- oder Pflegekinder werden nicht berücksichtigt. Soll aber zum Beispiel das Pflegekind einen Teil des Erbes erhalten, setzt man ein Testament auf. Es dient auch dazu, in einem Unternehmen die Nachfolge festzulegen oder einer bestimmten Person konkrete Wertgegenstände zukommen zu lassen. Man spricht dann von einem Nachlass.

Ein Testament ist jedoch nur dann rechtsgültig, wenn es mit Ort, Datum, vollständigen Namen und der eigenen Unterschrift versehen ist. Außerdem muss es handschriftlich verfasst werden. Aber Vorsicht beim sogenannten Berliner Testament, mit dem sich Ehepartner gegenseitig als Erben einsetzen. Es kann nur mit den Unterschriften beider Ehepartner geändert werden. Verstirbt einer der Partner, sind nachträglich keine Änderungen mehr möglich.

Man kann sein Testament beliebig oft ändern. Liegen mehrere Testamente des Verstorbenen vor, ist nur das jüngste gültig. Damit auch die Formulierungen im Testament nicht angreifbar sind, kann man es notariell beglaubigen lassen. Das ist jedoch mit Gebühren verbunden.

Bitte beachten Sie: In allen Fragen rund um das Erbrecht empfehlen wir zwecks Beratung die Kontaktaufnahme mit einem Rechtsanwalt oder Notar.

Die Beratung zur Gestaltung von Testamenten stellt grundsätzlich eine Rechtsdienstleistung nach § 2 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) dar. Daher weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass dieser Ratgeber lediglich weitergehende Beratungsmöglichkeiten aufzeigen möchte. Es handelt sich nicht um eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls und somit nicht um eine Rechtsberatung.